„…dass ich diese Sätze so schnell wieder vergessen hatte, wie sie mir eingefallen waren.“

Für den Monat Juli stellen wir nun den nächsten aktiven Karnevalisten vor. Im Mai und im Juni hatten wir schon “Jimpi’s & Paddy’s Danceclub” und die Gruppe Starbox vorgestellt. Nun stellen wir unseren Büttenredner und Bürgermeister Martin Alten vor. Wir haben nach seiner Premiere in der “Bütt” mit ihm gesprochen. Gerne könnt Ihr als Leser auch Kommentare zu den Artikeln schreiben, direkt nach dem Interview. Wir freuen uns auf Eure Posts.

Zum ersten Mal in der Bütt: Bürgermeister Martin Alten

Red.: Martin, Du warst ja in diesem Jahr zum ersten Mal dabei, live „in da Bütt“. Wie war das für Dich?

Es hat mir sehr gut gefallen und viel Spaß gemacht.

Red.: Hast du lange vorher zu Hause geübt, vielleicht sogar vor dem Spiegel oder hat man das als Bürgermeister einfach drauf?

Die fertige Rede hatte ich meiner Frau und einigen anderen Leuten, u.a. auch Alfred Brosius, zur Probe vorgelesen. Natürlich habe ich sie auch noch ein paar Mal alleine durchgelesen, um in der Bütt nicht dauernd auf das Blatt schauen zu müssen. Vor einer größeren Menschenmenge  habe ich schon oft gesprochen, auch frei, wenn es sein musste. In der Bütt und dem Scheinwerferlicht war das aber doch ganz anders als gewohnt und deswegen war ich auf dem Weg  zur Bühne auch ein wenig aufgeregt. Nach dem ersten Reim war es aber o.k. und es hat mir von Satz zu Satz mehr Spaß gemacht.

 

Red.: Wann hast du mit dem Schreiben des Textes begonnen und wer hat Dir geholfen?

Zuerst hatte ich mir immer einige Sätze ausgedacht, meistens beim Autofahren. Dabei habe ich aber sehr schnell gemerkt, dass ich diese Sätze so schnell wieder vergessen hatte, wie sie mir eingefallen waren. Angefangen zu schreiben habe ich ca. 2 Wochen vor der Sitzung, aber immer nur in kleinen Etappen. Ich glaube es geht auch nicht, dass man sich hinsetzt und sagt: „So, jetzt schreibe ich in den nächsten 2 Stunden meine Büttenrede“. Nach meiner Einschätzung muss sich so etwas entwickeln.  Die größte Herausforderung beim Schreiben war das Umformulieren ins Dialekt. Da musste ich hin und wieder selbst überlegen, was einige Wörter bedeuten. Geholfen hat mir niemand

Red.: Wann hast du dann gezielt angefangen mit dem Proben?

In der Woche vor der Sitzung. Bei der Generalprobe konnte ich aber leider wegen eines anderen Termins nicht dabei sein.

Red.: Gab es etwas im Vorfeld zur Fastnacht oder beim Auftritt das besonders lustig war?:

Das war wohl die Tatsache, wie ich überhaupt zu der Rede kam. Bei der Proklamation hat mich mein Kollege Markus Franzen aus Schillingen ja fast zu einer Rede gezwungen. Er hat mir seine Mithilfe angeboten und wollte auch mit mir zusammen auftreten. Nach ein paar gemeinsam getrunkenen Gläsern Bier rückte er dann aber mit einer Bedingung raus: Er tritt mit mir in Mandern auf, wenn ich im Gegenzug mit ihm nach Schillingen und Greimerath fahre. Das war mir dann doch zu viel und ich habe die Solo-Variante ohne Unterstützung des Karneval-Profis  vorgezogen.

Red.: Gab´s vielleicht auch schon was peinliches?:

Nein, zumindest ist mir nichts bekannt.

Red.: Nicht wenige haben in den letzten Monaten gesagt: „ Der Martin könnte ruhig jedes Jahr in der Bütt stehen, hat das echt gut gemacht“. Was sagst du dazu?

Einmal ist bekanntlich  keinmal. Mal schauen, wie sich der Karnevalist in mir entwickelt. Vielleicht wäre ein gemeinsamer Auftritt mit einem anderen Büttenredner auch mal eine Überlegung wert.

Red.: Welche Bedeutung hat der 2. Mannerer-Karnevalsumzug in diesem Jahr für Dich persönlich gehabt und hast du als Bürgermeister ein Feedback aus anderen Gemeinden bekommen?

Das war natürlich eine tolle Veranstaltung mit viel Glück beim Wetter. Es war alles sehr gut organisiert und vorbereitet und ich habe natürlich ein positives Feedback aus anderen Gemeinden erhalten. Die Zuschauer kamen auch aus einem großen Umkreis.

Red.: Was denkst du hat ein solcher Umzug für eine Werbung für die Gemeinde Mandern gemacht?

Die Werbung war auf jeden Fall positiv, weil, wie schon bei der vorigen Antwort geschrieben, alles super gut vorbereitet war und es allen Leuten gut gefallen hat.

Red.: Wie fandst Du es, dass es in Mannern in diesem Jahr zum ersten Mal ein Prinzenpaar gab?:

Das war aus meiner Sicht neben dem Umzug der Höhepunkt der Session. In meiner Rede habe ich das ja auch hinreichend zum Ausdruck gebracht. Und wir hatten ein  wirklich tolles Prinzenpaar, das mit Leib und Seele dabei war.

Red.: Mal ehrlich, wann hast du erfahren das Michael und Karin das Zepter in der Karnevalszeit schwingen?:

Ganz ehrlich: einige Minuten vor dem Einzug in die Brunnenstube.

Red.: Wie fandst Du unsere Kappensitzung in diesem Jahr?:

Die hat sich gut in die tollen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr eingefügt. Sie war schön, hat mir viel Spaß gemacht und es war natürlich wieder ein tolles Bühnenbild vorhanden, um  das Euch umliegende Vereine garantiert beneiden. Ein besonderer Spaß für die Kleinen ist natürlich auch die Kinderkappensitzung.

Red.: Was ist Dein Wunsch für die Zukunft?:

Die Leute sollten versuchen, die Fröhlichkeit und Unbeschwertheit der Fastnachtszeit mal mit ins Jahr zu nehmen. Dann ginge Vieles leichter.

 

Die Redaktion dankt für die tollen und ehrlichen Antworten und freut sich schon auf das nächste Interview, dann im Monat August.

Dieser Beitrag wurde unter Home veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.