…wir sind nur noch „Das Schöne“…

Für den Monat August haben unserer Facebook-Mitglieder entschieden, dass wir das Mannerer-Männerballett vorstellen. Und nun ist es soweit, wenn auch 3 Tage verspätet. Wir haben uns mit den „Machern“ Alfred Brosius und Dietmar Schneider getroffen und Ihnen unsere Fragen gestellt.  Lest selbst, was sie für tolle Antworten gegeben haben und was die beiden über die Zunkuft der Gruppe und was Alfred über den KV alles sagt. Gerne könnt Ihr als Leser auch Kommentare zu den Artikeln schreiben, direkt nach dem Interview. Wir freuen uns auf Eure Posts.

Das Mannerer-Männerballett beim Auftritt auf der Jubiläums-Kappensitzung in diesem Jahr.

Red.: Dietmar & Alfred, die erste Frage an Euch, seid Ihr das alte oder das große Männerballett vom KV Mannern? Das Jugendmännerballett (Anm. der Red.: Das übrigens nicht als „Jugend“ bezeichnet werden will) macht Euch ja schon seit einigen Jahren Konkurrenz in der Disziplin „Männerballett“ und daher war die erste große Frage der Redaktion, wie ihr denn nun heißt.

Antwort Dietmar & Alfred: Also, wir sind sicherlich mittlerweile außer Konkurrenz und treten auch nur zum Spaß auf ! Das richtige Männerballett sind die Jungs. Sportlich, dynamisch und vor allem sehr gut. Wir sind nur noch „Das Schöne“ ! Kein Vergleich mehr zu dem richtigen Ballett.

Red.: Seit wann gibt es diese Gruppe überhaupt?

Antwort Dietmar & Alfred: Wir bestehen seit 22 Jahren. Also von Anfang an. Logisch oder ?

Red.: Wer hat die Gruppe denn eigentlich gegründet bzw. ist auf die Idee gekommen?

Antwort Alfred : Also so genau weiß ich das auch nicht mehr, wg. der langen 22 Jahren. Ich war von Anfang an dabei und hatte wohl auch die Idee, da zu einem Karnevalverein ein Männerballett gehört.

Red.: Mit wie vielen Personen habt ihr angefangen und wie kommt man auf die Ideen, wenn man das zum ersten Mal macht?

Antwort Dietmar & Alfred: Angefangen haben wir mit 7 Personen.  Die Ideen kamen aus den Medien, spricht Fernsehen und vor allem aus den Sitzungen, die man selbst so besuchte. Hier z.B. die Sitzung vom KV Irsch. Dort wurde auch teilweise das Equipment (Englisch), sprich Ausstattung, ausgeliehen.

Red.: Wer ist denn durchgehend von Beginn an dabei?

Antwort Dietmar & Alfred: Das waren Flesch Alfred und Brosius Alfred. Dietmar war leider nicht dabei, da er am Knie operiert wurde. Danach mit wechselnder Besetzung.

Red: Wer trainiert die Gruppe überhaupt und wer ist für die Kostüme verantwortlich?

Antwort Dietmar & Alfred: Federführend wir beide. Wobei Dietmar fast immer die größte Arbeit und den meisten Stress hat. Hierbei spielt natürlich unsere „Perfektion bis auf die Profiebene“ ein große Rolle. Dietmar ist ja bekanntlich ein Bastel-König. Alle sollen dann bei dem ersten Basteltermin helfen. Meistens hat Dietmar dann aber schon alles fertig.

Red.: Ihr seid ja ein Traditionsprogrammpunkt bei jeder Mannerer-Kappensitzung, es gibt Gerüchte, ihr würdet im nächsten Jahr nichts mehr machen. Was könnt ihr den Fans des Mannerer-Männerballetts dazu sagen?

Antwort Dietmar & Alfred: Das sind keine Gerüchte, wir warten nur noch auf unsere Abschieds-Gala. Das hängt aber sicherlich  noch von der Freigabe der notwendigen Gelder von Ansgar ab. Wir denken, dass dies im Hintergrund ohne unser Wissen in Planung ist. 🙂 Wir sind für den Absprung bereit. Vielleicht setzen sich noch ein paar Leute dieser Truppe zusammen und probieren noch etwas anderes, was vielleicht doch noch bei den Fans ankommt – aber eben kein Männerballett mehr. Es muss nur was zum Proben sein, damit wir von zu Hause raus kommen (O-Ton Secher) !!!

Red.: Wenn eine Gruppe schon so lange aktiv dabei ist, dann gab es sicher auch etwas im Training oder beim Auftritt, das besonders lustig war und hier auf jeden Fall erwähnt werden sollte?

Antwort Dietmar & Alfred: Das war nie lustig, da wir konzentriert arbeiteten und in der Profiliga spielten  🙂  Doch. Da war unter anderem die Generalprobe bei der 3. Mannerer-Kappensitzung. Torro wurde auf einer Sänfte ( Schreibt man das so?) hereingetragen ! Plötzlich waren die Träger auf der einen Seite komplett verschwunden. Trotzdem blieb die Sänfte und Torro oben. Wie das ging, wissen wir bis heute nicht. Es gab weitere sehr viele lustige Sachen. Vor allem mit Torro, der fast immer in Cowboy-Stiefel auftrat. Secher wollte und will immer in Strapsen auftreten ( Nach Freigabe von Anni, seiner Mutter). Flesch Ali ist der geborene Zwischenkomiker ( will aber nie Solo auftreten ). Viel zu lachen gab es aber auch mit Biewer Josef, Brenner Heinz , Marx Harti, Meier (Leckebusch), Daniel Steuer (Schnulle), Hennes Philippi  und die vielen, die dabei waren. Könnt ihr Euch den Anblick beim Training vorstellen? Ballett-Tanz, Sterbender Schwan, Moulin Rouge – alle in Strapsen und Dessous, Hula-Mädchen (Torro mit Stiefel) u.s.w. Schön war es aber auch bei Marita im Trainingszentrum. Sie hat uns immer den oberen Raum zur Verfügung gestellt und immer alles mitbekommen, aber nie was erzählt ! Danke dafür.

Red.: Gabs vielleicht auch schon was Peinliches?

Antwort Dietmar & Alfred: Ja. Peinlich wurde und wird es immer, wenn wir uns das Video nach einer Sitzung anschauen. Machen wir deshalb ganz selten.

Red.: In welchem Monat beginnt Ihr mit dem Training?

Antwort Dietmar & Alfred: Was für eine Frage.? Dies ist leistungsabhängig. Also fast das ganze Jahr. Nur um die Weihnachtszeit ist Pause. 🙂 Im Ernst. Ab November wenn wir zu Hause raus müssen!

Red.:Wie oft habt ihr in der Woche Training?

Antwort: Alfred: Normal einmal die Woche.

Red.: Wie verändert sich der Probenrhythmus kurz vor Karneval?

Antwort Dietmar und Alfred: Manchmal 2 mal die Woche. Kommt auf  Durst und Bilstein-Schicht der einzelnen Profis an. Hier werden die Proben kurz vor Fastnacht kürzer, dafür die Sitzungen anschließend beim Kasel länger.

Red.: Wie kommt es, dass in diesem Jahr beim Männerballett ein weiblicher Name auftaucht (Petra Willems)?

Antwort Dietmar: Dieses Jahr hatten wir ja den Schwarzlichttanz und im Hintergrund viele Utensilien gebraucht. Wir waren aber zu wenige Tänzer. Da man sich auf Petra immer verlassen kann, wurde sie gefragt. So kam es, dass dieses Jahr mal ein weiblicher Name auftauchte.

Red.: Ihr, als Männerballett, seid ja bei der Abstimmung auf unserer Facebook-Seite von den Fans des KV Mannern als nächste Gruppe, die es zu interviewen galt, ausgewählt worden. Ehrt Euch diese Wahl? Immerhin habt ihr gegen die Garde und das Prinzenpaar gewonnen.

Antwort Dietmar Alfred: Diese Wahl ehrt uns sehr. Das heißt auch für uns, man soll auf dem Höhepunkt seiner Karriere den Abgang vorbereiten! 😉

Red.: Wenn wir nun schon den 2. Vorsitzenden des KV zum Interview haben, dann wollen wir natürlich auch die Gunst der Stunde nutzen und Dich, Alfred als 2. Vorsitzenden ein paar Dinge fragen. Wie z.B.:  Wie fandest Du unsere Kappensitzung in diesem Jahr?

Antwort Alfred: Sie war wie in den vergangenen Jahre ein absoluter Höhepunkt ( O-Ton vieler Stammgäste ) und auch für mich. Aber jede Sitzung ist für mich persönlich ein Höhepunkt seit 22 Jahren, da ich weiß, welche Arbeit dahinter steckt. Jedes Jahr denke ich mir, kann man auf diesem Level bleiben? Dann nach der nächsten Sitzung werde ich mit einem „Ja“ bestätigt. Aber auch das ist für mich nicht mehr die Frage bei dem vielen Nachwuchs, den professionellen Tänzen und der Begeisterung im Verein. Und es zählt hier nicht nur die Qualität und Quantität, sondern die Begeisterung der Mitglieder und unseren Vereinsgönnern (Publikum).

Red.: Wie sehr erfüllt dich der Blick auf diesen Verein mit Stolz? Immerhin hast du maßgeblichen Anteil an diesem erfolgreichen Verein.

Antwort Alfred: Die Antwort auf diese Frage kann sich wohl jeder denken. Es geht über jeden Stolz hinaus, wenn man seit 22 Jahren in diesem Team mitarbeiten kann. Sicher – es hat einiges an Nerven, schlaflose Nächte und Zeit gekostet. Aber wenn man das Ergebnis sieht,  ist es umso schöner an solch einem Erfolg beteiligt zu sein. Ohne Euch, allen voran dem Vorstand und die, die von Anfang an diesen Verein geglaubt haben, wären wir nicht so weit gekommen.Und es geht weiter – wie man sieht !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! „ Ein Zukunftsverein Quasi“

Red.: Wie viele Jahre hattest du dem KV Mannern damals nach der Gründung gegeben?  

Antwort Alfred: Mit der Absicht auf viele Jahre hatte ich mir am Anfang keine Gedanken gemacht, wie viele es werden sollten. Ehrlich gesagt nach dem Start, der ersten geplatzten Sitzung ( Golfkrieg), und den General-Proben (sehr emotional) waren die Aussichten auf lange Freude an dem Verein bei mir getrübt. Dies ging in den ersten Jahren sehr an meine Nerven. Hier wurde sehr viel Perfektionismus verlangt, der eigentlich nicht nötig war oder doch? War aber auch meine Schuld. Entschuldige mich dafür nachträglich 🙂

Die grauen Haare sind ein Zeugnis davon. Wenn diese ganz weiß sind, sitze ich hoffentlich im Zuschauerraum. Sagt mir, wenn es Zeit wird in den Hintergrund zu treten !

Red.: Was fällt Dir dazu ein, wenn wir Dir das Stichwort „Jubiläumsjahr 2012“ geben?

Antwort Alfred: Zuerst unser Prinzenpaar, “ Ein Traum in Rot und jeden KV-Vereines“- Der Höhepunkt in unserer Vereinsgeschichte! Danke nochmals dafür !!! (Anm. der Redaktion: Der Redakteur läuft gerade ROT an 😉 )

Dann der fantastische Zug (hab nur vorne nichts mehr gesehen, Ansgar stand immer im Weg) und das tolle Jubi-Team „ Alles richtig gemacht“.

Red.:Was ist Dein Wunsch für die Zukunft?

Antwort Alfred: Absolut weiter so ! Helft mit, den Nachwuchs zu fördern und viele in den KV zu integrieren, damit wir noch lange auf dieser Welle reiten können. Ich möchte die 44 Jahre mit euch feiern. Hab da auch schon eine Idee für einen Auftritt !! 🙂

Die Redaktion bedankt sich bei Dietmar und Alfred für das tolle Interview. Vielen Dank für die tollen und ehrlichen Worte. Hat Spaß gemacht.

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